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Infoveranstaltung
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Viele Informationen zum Schutz vor Einbruch
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Vier Fachleute referierten bei Veranstaltung der Werbegemeinschaft Viechtach.
Viechtach. (wüh) Das Thema Einbruchdiebstahl ist für den Vorsitzenden der Viechtacher Werbegemeinschaft, Roman Liebl von unangenehmer Aktualität, war doch in sein Geschäft in der Mönchshofstraße erst vor wenigen Wochen eingebrochen worden. Deshalb begrüßte er die rund 25 Teilnehmer der Infoveranstaltung "Wie kann ich mich vor Einbrauch, Diebstahl, Überfall schützen- es ist passiert was jetzt" am Donnerstagabend im Stadthotel mit den Worten: "Lassen sie sich informieren, damit sie nicht vor leeren Regalen stehen müssen".
Als Einstieg zu diesem Thema wurde ein kurzer Film gezeigt, der vor allem erschreckend deutlich machte, wie leicht herkömmliche Türen und Fenster von Einbrechern geöffnet werden können. Rund ein Drittel der Einbrüche geschehen tagsüber, konnte man aus dem Film erfahren und allein im vergangenen Jahr mussten die Versicherungen Einbruchdiebstahlsschäden in Höhe 750 Millionen Euro ersetzen.
Alexander Iglhaut von der Firma ITES in Geiersthal, zeigte anschließend auf, wie man mit modernster Technik in Form von Gefahrenmeldeanlagen, intelligenter Videoaufzeichnung und elektronischer Zutrittskontrolle sein Gebäude schützen kann und hatte dazu auch einige Einsatzbeispiele mitgebracht. Moderne Videoüberwachungskameras etwa liefern nicht nur Bilder die gestochen scharf sind, sondern können im Ernstfall auch alarmieren. Wie man allein schon mit mechanischen Sicherheitsmaßnahmen das Einbruchsrisiko verkleinern kann, demonstrierte Schreiner Stefan Peter. Haustüren, Wohnungseingangstüren, Fenster. Kellerschächte und vor allem Balkontüren standen dabei im Blickpunkt. Moderne Haustüren besitzen meist eine Mehrfachverriegelung, wusste der Fachmann, aber auch ältere Haustüren lassen sich nachrüsten. "Gekippte Fenster, sind so gut wie offen", warnte Peter und auch Kellerschächte sollten unbedingt gesichert werden.
Franz Hermann vom Versicherungsbüro Hermann, erläuterte was aus versicherungstechnischer Sicht zu beachten ist. Generell lege die Versicherung nach einer Risikoprüfung fest, welche Sicherung notwendig sei. Daran müsse sich der Versicherungsnehmer auch halten. Auch vor einer Unterversicherung warnte er. "Bemessen sie die Versicherungssumme gut", riet er den Anwesenden. Nach einem Einbruch muss in jedem Fall eine Anzeige bei der Polizei erfolgen, zur Schadensminderung sind Sofortmaßnahmen zu ergreifen und auch eine Stehlgutliste ist unverzüglich anzulegen. In bestimmten Fällen sei auch eine Ertragsausfallversicherung sinnvoll.
Franz Listl, Sicherheitsberater der Kriminalpolizei Straubing hatte schließlich noch zusätzliche umfangreiche Tipps zur mechanischen und elektronischen Sicherung. Aus seiner langjährigen beruflichen Erfahrung wusste er: "Einbrecher suchen meist die schwächste Stelle". Dies sei oft die Terrassentür. Hier verhindere eine so genannte "Pilzkopfverriegelung", dass der Einbrecher allzu leichtes Spiel habe. Ausführlich ging er auch auf die Schließzylinder ein und riet in diesem Punkt eindringlich zu guter Qualität vom Fachbetrieb: "Ein guter Profilzylinder ist die halbe Miete". Er sprach zudem von einem massiven Anstieg im Bereich Einbruchdiebstahl und von einer sehr rabiaten neuen Klasse von Tätern. "Wenn sie sich etwas Gutes tun wollen, investieren sie in Sicherheit", riet er. Neben mechanischen Schutz und elektronischer Sicherung, sei aber noch ein dritter Punkt ganz wichtig, der "wachsame Nachbar". "Registrieren sie füreinander und passen sie aufeinander auf", so seine Empfehlung.
Viele Informationen zum Thema finden sich auch im Internet unter www.nicht-bei-mir.de. (Quelle: Straubinger Tagblatt)
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